SVW-Auswärtssieg in Auggen

In den letzten Jahren waren die Erfolgserlebnisse gegen die Auggener Reserve eher rar. Doch dieses mal sollte es klappen. Allerdings musste man bis kurz vor Schluss warten, ehe der zuvor eingewechselte Benjamin Hohler mit einem Doppelpack den Sieg für Waltershofen perfekt machte. Den ersten Treffer erzielte Leon Schandelmeyer zum Waltershofener Ausgleich, nachdem die Gastgeber schon früh in Führung gingen.
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SG Wolfenweiler/Ebringen AH – SV Waltershofen AH
1:1 (1:0)

Punkteteilung bei der Auswärtspremiere

Ein packendes Match lieferten sich die Waltershofener Alten Herren am vergangenen Mittwochabend mitten im Rebberg mit der SG Wolfenweiler-Schallstadt/Ebringen. Am Ende hieß es 1:1 Unentschieden und nach 80 Minuten blickte man zurück auf eine Menge verpasster Torchancen und eine weitere Menge verpasster Chancen des Gegners, so dass sich als Fazit geradezu die geistreiche Floskel aufdrängt: Ein Punkt ist ein Punkt, nicht mehr und nicht weniger!
Für die Blau-Weißen war es die zweite Vorstellung im Bezirkspokal 2018/2019, diesmal auf fremdem Platz. Die Hausherren hatten in der Auftaktpartie den SV Opfingen knapp geschlagen und stellten damit einen nicht zu unterschätzenden Gegner dar. Seitens der Tuniberger stellte man sich auf ein Spiel auf Augenhöhe ein, das man aber mit der üblichen Herangehensweise für sich entscheiden wollte. In der Vorbereitung legten die Waltershofener noch eine Schippe drauf. Neben dem gewohnten Trainingseifer in der spielfreien Woche legte man ein besonderes Augenmerk auf die akribische Analyse der Rahmenbedingungen. In regelmäßigen Abständen wurden die medizinischen Befunde der SVW Akteure abgefragt, um Fitnesslevel und Einsatzbereitschaft abschätzen zu können. Die zu erwartenden Witterungsbedingungen und das erfolgversprechendste Schuhwerk wurden lang und breit durchdiskutiert und Google Maps wurde bemüht, um die exakten Abmessungen des nagelneuen Kunstrasens zu ermitteln. Nur von der Getränkekarte des Ebringer Clubheims wollte man sich an diesem Abend überraschen lassen.
Zwar blieb die Grundformation mit den beiden Viererketten hinter einem Offensiv-Duo auch diesmal bestehen, jedoch warf man noch während der Anfahrt ins Schönbergstadion die Rotationsmaschine an und ordnete das verfügbare Spielermaterial folgendermaßen auf dem virtuellen Spielfeld an. Enzo erneut zwischen den Pfosten. Wie am Schnürchen aufgereiht, bildeten Frank G. links, Stefan W. rechts und Stefan N. und Manuel mittig das Abwehrbollwerk. Davor sollten zentral Hannes und Florian A. agieren, flankiert von Richard links und dem ebenfalls linksfüßigen Jochen rechts. Simon S. und Thomas bildeten die Doppelspitze. Die Edeljoker Kilian, Marco und Frank S. standen in den Startlöchern und als eiserne Reserve hielt sich der angeschlagene Volker zur Verfügung. Die Marschrichtung lautete gegen die SG Wolfenweiler-Schallstadt/Ebringen: vorwärts. Ungewohnt früh lief die Gutmann-Elf den Gegner bereits an dessen Strafraum an und riss damit von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen an sich. Notgedrungen wählten die Platzherren immer wieder den langen Ball für ihre Offensivaktionen, was allerdings angesichts einer tadellosen Abwehrleistung der Gäste ein ums andere Mal verpuffte. Die blau-weißen Bemühungen waren dagegen zielstrebiger, ohne jedoch den Ebringer Torhüter in wirkliche Schwierigkeiten zu bringen. Hätte Waltershofen die Überlegenheit der ersten halben Stunde in Tore ummünzen können, wäre bereits hier ein Abbiegen auf die Siegerstraße möglich gewesen. Die Begegnung nahm aber einen ganz anderen Verlauf, als die Routiniers vom Schönberg mit ihrer ersten gefährlichen Aktion, einem direkten Freistoß aus 20 Metern, die 1:0-Führung markierten. Die Verhältnisse waren damit sprichwörtlich auf den Kopf gestellt und im Team der Tuniberger hatte man bis zum Halbzeitpfiff mit einer augenscheinlichen Unbeholfenheit zu kämpfen. Der Entscheidung, mit der gleichen Konstellation zu beginnen, wie man Hälfte eins beendet hatte, folgte leider die Tatsache, dass man in der zweiten Halbzeit noch immer nicht souveräner auftrat. Zwar erzwang man schon bald ein Eigentor der SG zum 1:1 Ausgleich, doch in einer Reihe von brenzligen Strafraumaktionen strapazierte man nun die Nerven des eigenen Keepers und der mitgereisten Fans auf der Gegengerade. Trotz des sichtbaren Willens, das Spiel weiter in Richtung des großgewachsenen Ebringer Schlussmanns zu verlagern, ließen die SVW Oldies in dieser Phase zu viele hochkarätige Chancen des Gegners zu. Entscheidend für den letztendlichen Punktgewinn war, dass man diese 15 bis 20 Minuten ohne erneuten Gegentreffer überstehen konnte. Ausschlaggebend für den letztendlichen Punktverlust war wiederum, dass man in den letzten 20 Minuten der Partie fahrlässig mit den eigenen Möglichkeiten umging. Immer wieder gelang es, Abschlusschancen zu kreieren, doch weder per Lupfer noch per Schlenzer traf man ins Gehäuse. Als die Rot-Weißen aufgrund einer Zeitstrafe die Schlussminuten in Unterzahl zu absolvieren hatten, scheiterte der jetzt stürmische SVW gar mit eingesprungenen KungFu-Tritten (natürlich nur gegen den Ball) und satten Direktabnahmen aus kürzester Distanz. Einer der Akteure, die an diesem Abend eine sehr gute Leistung zeigten, war der Unparteiische. Seiner unauffälligen, aber tadellosen Spielleitung war eine Alt-Herren-Begegnung ohne größere Vorkommnisse zu verdanken, am Ende derer man sich gegenseitig zur Punkteteilung gratulieren konnte.
Um mit einer ebenfalls geistreichen Floskel zu schließen: Auswärts ein Punkt und zuhause gewinnen! Das gilt doch seit jeher als Erfolgsrezept des gepflegten Ü35 Fußballs. In diesem Sinne freuen sich die Waltershofener auf das prestigeträchtige Derby in Opfingen, wo natürlich nur ein Sieg zählt.

Aufstellung:
E.L’Altrella
F.Gutmann, St.Nußbaumer, M.Hercher, St.Weidner
R.Mayer, H.Leistert, F.Amrein, J.Kern
Th.Rees, S.Stork
Eingewechselt: K.Dettinger, M.Müller, F.Strohbach
Torschütze: Eigentor

Bilder und Videos vom Spiel.

SVW im Pokal eine Runde weiter

Durch zwei Treffer von Kapitän Nico Schopp in der zweiten Hälfte erreichte der SVW das Achtelfinale im Bezirkspokal. Nach einer schwachen ersten Hälfte, konnte man nach dem Seitenwechsel zulegen und besiegte den B-Ligisten mit 2:0.

SV Waltershofen AH – FC Freiburg-St.Georgen AH
1:0 (1:0)

Erfolgreicher Start in den Bezirkspokal
Ob „Angstgegner“ die richtige Bezeichnung wäre, sei dahin gestellt. Aber dass man es mit dem FC Freiburg-St.Georgen mit einer echten Hausnummer des hiesigen Alt-Herren-Fußballs zu tun bekommen würde, daran hatte niemand Zweifel. Das Lehrstück aus der Kirchzartener Halle vor zwei Jahren, als man von den Grünen zurechtgespielt wurde, war in den Waltershofener Köpfen noch präsent. Und beim Treffen zum ersten Kräftemessen in der Bezirkspokalsaison 2018/2019 war den blau-weißen Gastgebern auch allerhöchstens ein vorsichtiger Optimismus anzusehen. Die St. Georgener erweckten dagegen allesamt den Eindruck, seit dem letzten Aufeinandertreffen fünf Jahre verjüngt und mindestens einen Kopf größer geworden zu sein.
Was blieb den Hausherren also anderes übrig, als sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und sich mit einem detailliert ausgefuchsten, flexiblen Matchplan in das Pokalabenteuer zu stürzen. Die eigenen Stärken waren schnell ausgemacht. Wie in den vergangenen Freundschaftsspielen wollte man wieder aus einer geordneten Defensive heraus agieren und mit taktischer Cleverness das Spiel bestimmen. Konsequente Besetzung aller Positionen und das Zuschieben der Räume, um die spielstarken Gäste nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Taktische Disziplin und die Geduld, auf sich bietende Offensivgelegenheiten zu warten, waren die Erfolgsfaktoren in der Vergangenheit und wurden auch diesmal von Chefstratege Hannes unermüdlich eingefordert.
Auf der Grundlage seiner Überlegungen wurde in der vergangenen Woche noch von einem inoffiziellen Mannschaftsrat die personelle Besetzung festgelegt. Bis spät in die Nacht diskutierte man auf dem Hercherfest alle möglichen Konstellationen durch, um am Mittwoch die passende Aufstellung präsentieren zu können. Mit folgendem Ergebnis.
Enzo, der nach dem vergangenen Wochenende ein Erfolgserlebnis bitter nötig hatte, war für das Halten der Null verantwortlich. Davor sicherten Stefan N. und Volker das Zentrum, wobei Letzterer erst lange nach dem Anpfiff von seinem eigentlichen Auftrag erfuhr. Die Außenbahnen besetzten Stefan W. und Frank G., die mit ihren Vorderleuten Jochen und Thomas die Offensivaktionen über die Flügel ins Rollen bringen sollten. Das Steuerzentrum der Tuniberg-Elf bildeten Florian A. und Hannes, in der Abteilung Attacke standen Marco und Frank S. auf dem Platz. Die Hochkaräter Simon und Kilian standen an der Linie parat um schnellstmöglich ins Geschehen eingreifen zu können. Mit Manuel, Dominik, Albrecht, Florian H. und den Glöcklerbrüdern Reinhard und Norbert, sowie Richard standen einige spielberechtigte Ü35er leider nicht zur Verfügung. Andererseits zeigt die Liste aber auch, welches Potenzial bei den Waltershofenern noch schlummert.
Auf steinhartem Geläuf nahm man also das Duell mit den St. Georgenern auf. Geleitet von einem Unparteiischen, der mutmaßlich die 35er-Grenze noch nicht überschritten hatte, entwickelte sich ein munteres Spielchen, das mehr von Körperlichkeit und internationaler Härte geprägt war als von Anmut und Grazie. Robust geführte Zweikämpfe waren die Regel, feine Spielzüge eher die Ausnahme. Im gleißenden Licht der Flutlichtstrahler operierte der Gast mehr als erwartet mit Langholz, während die Bemühungen der Gastgeber sich zunächst auf auf die eigene Sortierung konzentrierten. Im Laufe der Partie kamen beide Teams immer wieder zu Strafraumszenen, jedoch ergab sich nichts Zwingendes. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff bewies Sturmtank Kilian einen exzellenten Torriecher, als er einen verunglückten Spielaufbauversuch des Gästekeepers erlief und aus zwanzig Metern eiskalt zum 1:0 einnetzte. Das Tor des Spiels war gefallen.
Die wohlverdiente Halbzeitpause, die die Gutmann-Truppe traditionell zur Neuausrichtung nutzt, verging wie im Flug und noch ehe alle erdenklichen Wechselmöglichkeiten zu Ende analysiert waren, ertönte der Wiederanpfiff. Die grünen Hünen verfolgten weiterhin ihre forsche Gangart, was von den Waltershofenern teilweise erwidert und teilweise moniert wurde. Volker, der seinen bereits im ersten Durchgang erhaltenen Elch als Lamm bezeichnet hatte, obwohl es sich zweifellos um einen Pferdekuss handelte, erlitt nun eine weitere Muskelverletzung, die zwar namenlos blieb, ihn aber zur Aufgabe zwang. Aufgrund – oder trotz – verschiedener Umstellungen im 4-4-2 des SVW gelang es aber in der Folge weiterhin, alle gegnerischen Angriffe unwirksam zu machen. Vielmehr boten sich den Blau-Weißen noch einige gute Möglichkeit zum Ausbau der Führung. Hannes, Simon und Kilian sowie Jochen gleich doppelt, verpassten das 2:0 jeweils um Haaresbreite. Sei’s drum, dachte man sich als der Schiedsrichter nach 90 von vorgesehenen 80 Minuten die Partie beendete, und feierte den ersten Sieg im ersten echten Pflichtspiel der letzten Jahre.
Obwohl der ungewohnte Hartplatzfight den meisten noch einige Tage in den Knochen stecken würde, zeigte sich das gesamte Team begeistert vom errungenen Erfolg. Der erste Dreier konnte verbucht werden und man kann mit ordentlichem Selbstvertrauen in die kommenden Pokalbegegnungen gehen. Mit einem Kunstrasenspiel in Ebringen und einer Rasenpartie bei den Opfinger Nachbarn stehen stehen zumindest Matches auf angenehmem Untergrund an. Die Punktejagd kann also weitergehen.
Aufstellung:
E.L’Altrella
F.Gutmann, St.Nußbaumer, V.Müller, St.Weidner
Th.Rees, H.Leistert, F.Amrein, J.Kern
F.Strohbach, M.Müller
Eingewechselt: K.Dettinger, S.Stork
Torschütze: K.Dettinger